HAFTlos - socialproducts / shop | Pressemitteilung

Studierende entwerfen „Social products“ für die Werkstätten von Chance e.V. und dem Verein zur Förderung der Bewährungshilfe Münster e.V.

Haftlos

Designausstellung im Landgericht zeigt Entwürfe / Vernissage am 15. September

Münster (28. August 2008). Wer an beschützte oder soziale Werkstätten denkt, hat meist Holzspielzeug, Bürsten oder Tüten kleben vor Augen. Dass es auch anders geht, zeigen zehn Studierende vom Fachbereich Design der Fachhochschule Münster. In einem von Prof. Steffen Schulz geleiteten Seminar im Studienschwerpunkt Produktdesign entwarfen sie Gegenstände für den Alltagsgebrauch.

Am 15. September wird die Ausstellung „HAFTlos“ im Landgericht Münster eröffnet.

In den Werkstätten der Chance e.V. und des Vereins zur Förderung der Bewährungshilfe Münster e.V., zwei Einrichtungen der Freien Straffälligenhilfe Münster, sollen diese künftig produziert werden.
Die Ausstellung „HAFTlos“ im Landgericht (Am Stadtgraben 10) zeigt die Prototypen und Entwürfe. Am Montag (15. September) um 15 Uhr findet die Vernissage statt.


„Neben der Fertigung war interessant, dass es sich bei den Beschäftigten der Kooperationspartner nicht um Fachleute handelt“, sagt Schulz, „sondern um straffällig gewordene und wieder zu resozialisierende Mitbürger.“ Hier war also von den Studierenden eine ganz besondere Sensibilität gefragt. In der Regel seien es Fachleute und Industrieunternehmen, die Designprodukte herstellen. Diese Ideen jedoch sollten auch von ungelernten „Machern“ umgesetzt werden können. „Die Entwürfe mussten also leicht verständlich und in Kleinserien zu realisieren sein.“


Zusätzlich zu den Modellen in Originalgröße lieferten die Studierenden auch Gebrauchsanweisungen mit Erläuterungen zu den Fertigungsschritten. Die Kursteilnehmer haben ihre Prototypen in den Werkstätten am Fachbereich Design entwickelt. „Dieses kleine Projekt demonstriert, welche Möglichkeiten das Designstudium in Münster bietet“, bilanziert Schulz. „Praxisnahe, aber ebenso auch experimentelle Projekte vom Entwurf bis zur Modellfertigung in eigenen Werkstätten und eine individuelle Betreuung durch die Lehrenden in Kooperationen mit externen Partnern.“


Die Ausstellung im Landesgericht ist bis zum 27. Oktober zu sehen.
Geöffnet ist sie montags und dienstags von 7.30 bis 16.30 Uhr sowie mittwochs und freitags von 7.30 bis 15.30 Uhr.